ZUSAMMENFASSUNG

Innenstädte im Wandel

Innenstädte befinden sich bereits seit längerer Zeit in einer umfassenden Transformation, welche derzeit durch die Corona-Pandemie beschleunigt wird. Städtische Akteure müssen diesen Prozess mit innovativen Lösungen mitgestalten, um ihren Standort im Stadtzentrum auch zukünftig zu stärken.

Die vorliegende Kurzstudie bietet einen konzentrierten Überblick über die Herausforderungen und mögliche Lösungen, um die Relevanz und Vielfältigkeit der Innenstadt zu wahren. Die identifizierten Herausforderungen der Innenstädte sind die digitale Transformation des Einzelhandels, die Erreichbarkeit der Innenstadt und ihre Rolle als Verkehrsknotenpunkt, steigende Waren- und Lieferströme sowie die Aufrechterhaltung eines lebhaften Zentrums mit Aufenthaltsqualität. Um diesen umfassenden Anforderungen gerecht zu werden, benötigt es eine branchenübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure. Für die Etablierung solcher Kooperationen werden in der Studie vier Handlungsfelder mit ihren zugehörigen Innovationspotenzialen beschrieben. Diese können eine Arbeitsvorlage für zukünftige Veränderungsprozesse darstellen.

Digitalisierung des Innerstädtischen Handels

Im Einzelnen wird aufgezeigt, dass zur Unterstützung der lokalen Wertschöpfung und des innerstädtischen Handels die Digitalisierung und Aufwertung des stationären Einzelhandels unabdingbar ist. Urbane Industrie und urbane Landwirtschaft werden zukünftig eine größere Rolle spielen, wenn es um die Versorgung und Resilienz einer Stadt geht. Urbane Industrie und urbane Landwirtschaft werden zukünftig eine größere Rolle spielen, wenn es um die Versorgung und Resilienz einer Stadt geht. Auch für das städtische Transportwesen werden innovative und zukunftsfähige Logistik- und Mobilitätskonzepte benötigt.

Aufenthalts- und Erlebnischarakter

Um den Aufenthalts- und Erlebnischarakter der Innenstadt zu steigern, können die Gastronomie und die Kreativwirtschaft in der Zukunft noch stärker berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es allerdings auch noch weitere Maßnahmen zur Belebung des städtischen Zentrums. Die Identität und das Image einer Stadt rücken zukünftig noch stärker in den Vordergrund, weshalb sich die Berücksichtigung von Stadtmarketing und die Schaffung innerstädtischen Wohnraums in einer ganzheitlichen Innenstadt-Strategie als vorteilhaft erweisen kann.

Eine zukunftsorientierte Innenstadtentwicklung

Die Kurzstudie geht abschließend auf die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für eine zukunftsorientierte Innenstadtentwicklung ein, damit die Aufenthalts- und Lebensqualität in öffentlichen Räumen auch perspektivisch erhalten und gestärkt werden kann. Die kontinuierlichen Veränderungsprozesse in Innenstädten können als herausfordernd wahrgenommen werden. Sie sind jedoch nicht vorbestimmt, sondern können im Zusammenspiel aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft individuell und konstruktiv gestaltet werden.

Um den Aufenthalts- und Erlebnischarakter der Innenstadt zu steigern, können die Gastronomie und die Kreativwirtschaft in der Zukunft noch stärker berücksichtigt werden.