FAZIT

Eine Zukunft für Innenstädte

Nachdem sich im vergangenen Jahr die ersten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzeichneten, gerieten auch die städtischen Zentren und der Einzelhandel zunehmend in den öffentlichen Diskurs. Die vorliegende Studie greift diese Thematik auf, nimmt jedoch eine Perspektive ein, die über die breite öffentliche Berichterstattung hinausgeht. Denn Innenstädte waren schon immer einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Dementsprechend sind viele der in den letzten Monaten verstärkt wahrgenommenen Herausforderungen in erster Linie Merkmale von längerfristigen Veränderungsprozessen.

In den vorangegangenen Kapiteln wird aufgezeigt, dass diese Transformation jedoch nicht vorbestimmt ist, sondern sich durchaus individuell und konstruktiv gestalten lässt. Die Herausforderungen zeigen somit im gleichen Maße Anknüpfungspunkte für neue Konzepte als auch für innovative Experimente auf, mit denen Kommunen, der Einzelhandel sowie weitere Unternehmen und Aktive in einem gesellschaftsdienlichen Sinne Einfluss auf die Zukunft der öffentlichen Räume nehmen können.

Es existieren folglich zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten, damit Innenstädte auch in Zukunft öffentliche Räume hoher Aufenthalts- und Lebensqualität sein können, gerade weil sie eben auch jenen Raum für soziale Interaktion, Wertschöpfung und kreative Formate bereitstellen. Städtische Zentren als pulsierende, markante und attraktive Anziehungspunkte für die Bewohnerschaft und die Besuchenden sind kein romantisiertes Relikt in einer globalisierten und vernetzten Gesellschaft, sondern ein Ausdruck dieser Gesellschaft in all ihrer Vielfalt.